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Wenn Italien das Allgäu küsst: Warum ein guter Chianti zu jedem Abend passt

Das Allgäu und die Toskana haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Hier die grünen Hügellandschaften mit ihren Kuhweiden und Bergpanoramen, dort die von Zypressen gesäumten Hügel mit ihren Weinbergen und Olivenhainen. Und doch gibt es eine Gemeinsamkeit, die tiefer geht, als man vermuten würde: die Liebe zu guten Lebensmitteln und das Wissen, dass ein gelungener Abend am Tisch beginnt. In beiden Regionen nimmt man sich Zeit für das Essen, man teilt es mit Familie und Freunden, und man legt Wert darauf, dass die Zutaten stimmen.


Im Allgäu weiß man, was Genuss bedeutet. Käse, Brot, ein gutes Stück Fleisch vom Bauern nebenan. Die regionale Küche lebt von der Qualität ihrer Zutaten und von der Überzeugung, dass einfach zubereitete Speisen oft die besten sind. Genau diese Philosophie teilt man mit den Menschen in der Toskana, wo ein Teller Pappardelle mit Wildschweinragù oder eine einfache Ribollita zu den köstlichsten Dingen gehören, die man essen kann. Beide Regionen verstehen, dass gutes Essen keine komplizierte Angelegenheit sein muss, sondern von der Qualität der einzelnen Komponenten lebt.

Und hier kommt der Chianti ins Spiel. Dieser toskanische Rotwein, der hauptsächlich aus der Sangiovese-Traube hergestellt wird, ist seit Jahrhunderten der treue Begleiter der italienischen Küche. Er ist kein Wein, der Aufmerksamkeit verlangt. Er ordnet sich ein, ergänzt das Essen und rundet den Abend ab, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Genau diese Bescheidenheit bei gleichzeitig hoher Qualität macht ihn so vielseitig einsetzbar. Man könnte sagen, Chianti ist der ideale Mannschaftsspieler unter den Weinen.

Wer jetzt an die Chianti-Flaschen in Bastkörben denkt, die in den Siebzigerjahren auf jedem Tisch in italienischen Restaurants standen, darf umdenken. Die Chianti-Region hat in den letzten Jahrzehnten einen bemerkenswerten Qualitätssprung gemacht. Strenge Qualitätsvorschriften, eine neue Generation ambitionierter Winzer und erhebliche Investitionen in die Weinberge haben dafür gesorgt, dass Chianti heute auf einem Niveau angelangt ist, das mit den besten Rotweinen Europas mithalten kann. Besonders der Chianti Classico, der aus dem historischen Kerngebiet zwischen Florenz und Siena stammt, hat sich als einer der großen Rotweine Italiens etabliert.

Die Sangiovese-Traube, die das Rückgrat des Chianti bildet, ist eine der ältesten und vielseitigsten Rebsorten Italiens. Ihr Name leitet sich von sanguis Jovis ab, dem Blut des Jupiter, was auf die besondere Wertschätzung hindeutet, die diese Traube seit der Antike genießt. Die Sangiovese passt sich an verschiedene Böden und Klimabedingungen an und bringt dabei stets ihren typischen Charakter zum Ausdruck: fruchtig, säurebetont und mit einem unverwechselbaren Hauch von Erde und Kräutern. Es ist eine Traube, die den Boden spricht lässt, auf dem sie wächst.

Doch man muss kein Weinexperte sein, um einen guten Chianti zu genießen. Im Gegenteil: Chianti ist ein Wein für alle, die gerne gut essen und trinken. Seine mittlere Körperfülle, seine lebendige Säure und seine Aromen von Kirsche, Pflaume und einer leichten Erdigkeit machen ihn zum idealen Begleiter für viele Gerichte. Er passt zu Pasta mit Tomatensauce genauso wie zu einem Schweinebraten, zu einem Käsebrett oder einfach zu einem Stück gutem Brot mit Olivenöl. Und er passt, das sei hier ausdrücklich gesagt, auch hervorragend zu Käsespätzle mit Röstzwiebeln.

Für uns im Allgäu, wo man die italienische Küche längst ins Herz geschlossen hat, ist Chianti quasi ein natürlicher Verbündeter. Die zahlreichen Pizzerien und Trattorien in der Region zeugen von der Liebe zu den Aromen des Südens. Und wer zu Hause kocht, weiß, dass ein Glas Rotwein auf dem Tisch das i-Tüpfelchen eines gelungenen Abends sein kann. Ob zu einer deftigen Brotzeit oder zu einem Teller selbstgemachter Ravioli, der Chianti fügt sich überall dort ein, wo gutes Essen und gute Stimmung aufeinandertreffen.

Die Frage, wo man einen guten Chianti findet, ist dabei längst keine schwierige mehr. Onlineshops wie BottleHero haben eine handverlesene Auswahl an Chianti-Weinen im Angebot, die bequem nach Hause bestellt werden können. Das ist besonders praktisch, wenn man nicht in einer Großstadt lebt und der nächste spezialisierte Weinhändler weiter entfernt ist. Die Weine werden sicher verpackt geliefert, und die ausführlichen Beschreibungen im Shop helfen dabei, den richtigen Chianti für den eigenen Geschmack zu finden.

Ein Tipp für den Einstieg: Wer bisher wenig Erfahrung mit Chianti hat, sollte mit einem einfachen Chianti DOCG beginnen. Diese Weine sind zugänglicher, fruchtbetonter und bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer dann Gefallen findet, kann sich zum Chianti Classico vorarbeiten, der oft komplexer und langlebiger ist und eine andere Dimension des Genusses eröffnet. Und wer wirklich tief eintauchen möchte, probiert einen Chianti Classico Riserva oder sogar einen Gran Selezione, die Spitze der Chianti-Pyramide.

Was die Trinktemperatur betrifft, sollte man Chianti nicht zu warm servieren. Etwa 16 bis 18 Grad sind ideal. Wer die Flasche direkt aus dem Keller holt, liegt oft richtig. Im Sommer kann es sinnvoll sein, den Wein kurz in den Kühlschrank zu stellen, um die optimale Temperatur zu erreichen. Auch ein kurzes Dekantieren, etwa eine halbe Stunde vor dem Trinken, kann dem Wein guttun und seine Aromen zum Vorschein bringen.

Im Allgäu, wo man die Dinge gerne unkompliziert hält, passt ein solcher Wein perfekt ins Bild. Er macht keine Umstände, verlangt kein besonderes Glas und keinen besonderen Anlass. Er ist einfach ein guter Begleiter für gute Stunden. Und davon hat man im Allgäu bekanntlich reichlich. Ob auf der Terrasse mit Blick auf die Berge, am Esstisch mit der Familie oder bei einem gemütlichen Abend mit Freunden: Ein Glas Chianti bringt ein Stück toskanische Lebensfreude ins Allgäu. Und wer weiß, vielleicht entsteht aus diesem Zusammentreffen zweier Genussregionen ja sogar eine neue Tradition. Die besten Traditionen beginnen schließlich immer mit einem guten ersten Schluck.


25.03.2028
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