Urlaub im Allgäu
Einkehren am Starnberger See: Die Schlossgaststätte Hohenberg als Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer
Nach einer ausgedehnten Wanderung oder Radtour rund um den Starnberger See ist der Hunger meist größer als die Vorräte im Rucksack. Genau dann zählt ein Ziel, an dem die Rast nicht nur Pause bedeutet, sondern Belohnung: ein Platz im Grünen, ein kühles Getränk und eine Küche, die mit Zutaten aus der Region arbeitet. Das Fünfseenland südwestlich von München bietet dafür gute Voraussetzungen – auch für Ausflügler, die sonst eher im Allgäu unterwegs sind und hier eine ruhigere Alternative zwischen Seen, Wäldern und sanften Hügeln suchen. Gerade in der warmen Jahreszeit zieht es zahlreiche Ausflügler an die Ufer – doch lohnende Einkehradressen liegen oft etwas abseits der Badestrände und Promenaden. Eine Adresse, die sich dafür besonders anbietet, ist die Schlossgaststätte Hohenberg im kleinen Ort Hohenberg bei Seeshaupt.
Ein Ausflug ans Fünfseenland – warum sich die Tour lohnt
Das Fünfseenland verdankt seinen Namen fünf Gewässern: dem Starnberger See, dem Ammersee, dem Wörthsee, dem Pilsensee und dem Weßlinger See. Ein dichtes Netz aus Wander- und Radwegen verbindet die Seen miteinander – von gemütlichen Uferwegen bis zu längeren Touren durch Wälder und Moränenhügel. Wer die Routentipps im Allgäuer Wanderportal schätzt, findet hier eine flachere, aber landschaftlich ebenso reizvolle Spielwiese, die sich besonders für Tagesausflüge eignet. Gerade im Frühjahr und Herbst, wenn in den Alpen schon oder noch Schnee liegt, bleiben die Wege am See meist gut begehbar.
Am südlichen Ufer des Sees liegt Seeshaupt; von dort sind es rund drei Kilometer in Richtung Eberfing bis zur Schlossgaststätte Hohenberg. Das traditionsreiche Haus empfiehlt sich für alle, die beim Essen gehen im Restaurant in Seeshaupt Wert auf historisches Ambiente, regionale Küche und einen Sitzplatz im Grünen legen. Die naturnahe Lage macht die Gaststätte zu einem Etappenziel, das sich problemlos in Tagesrouten rund um den See einbauen lässt – etwa als Mittagspause auf einer Radtour oder als Ausklang nach einer Wanderung durch das Naturschutzgebiet Osterseen oder entlang des Ostufers.
Geschichte und Ambiente einer Schlossgaststätte seit 1873
Gegründet wurde die Gastwirtschaft im Jahr 1873 von Konstantin Schägger – zu einer Zeit, als sich der Starnberger See gerade zu einem beliebten Ausflugsziel der Münchner entwickelte. Seitdem blickt das Haus auf mehr als 150 Jahre Gastfreundschaft zurück und hat dabei seinen Charakter bewahrt: rustikales Ambiente, bayerische Gemütlichkeit und ein spürbarer Bezug zur eigenen Geschichte.
Zum historischen Ensemble gehören Elemente, die man in dieser Form selten findet: ein großzügiger Biergarten, der an warmen Tagen Schatten und Platz für größere Runden bietet, eine liebevoll erhaltene Holzkegelbahn, auf der nach dem Essen noch die eine oder andere Runde gespielt werden kann, sowie ein charmanter Musikpavillon – das sogenannte Teehaus –, der dem Gelände einen fast nostalgischen Rahmen gibt. Gerade für Ausflügler ist der Biergarten ein Gewinn: Zwischen den Bäumen lässt sich die Pause in der Natur ausklingen, ohne gleich wieder aufbrechen zu müssen. Diese Mischung aus Gastronomie und kleinen Besonderheiten unterscheidet die Schlossgaststätte von einer gewöhnlichen Ausflugswirtschaft – gelebte Tradition, ohne museal zu wirken.
Wer sich für Orte mit Vergangenheit interessiert, wird hier ohnehin fündig: Die Gaststätte hat Generationen von Ausflügern, Familien und Feiernden bewirtet – und ist doch kein Denkmal, sondern ein lebendiger Ort, an dem Tradition weitergeführt wird.
Küche und Gastgeber – Andrea und Stiev Stoll
Geführt wird die Schlossgaststätte Hohenberg heute von der Familie Stoll. Küchenchef Stiev Stoll absolvierte seine Ausbildung im Hotel Schiller in Olching und sammelte anschließend weitere Erfahrung in der Münchner Gastronomie. Heute verbindet er in seiner Küche heimische und internationale Produkte; die Karte folgt der bayerisch-deutschen Tradition und wird durch saisonale Spezialitäten ergänzt, bei denen Zutaten aus der Region im Mittelpunkt stehen. Dazu werden regionale Weine und Biere gereicht. Die Küche bleibt dabei bewusst im Rahmen bewährter Wirtshauskultur – hochwertig, aber unprätentiös.
Um den Service kümmert sich Andrea Stoll. Ihre Berufung entdeckte sie im Seerestaurant Lido am Starnberger See, und diese Erfahrung merkt man dem Haus an: Der Umgang mit den Gästen ist persönlich und aufmerksam, ohne aufdringlich zu wirken. Für Ausflügler ist das eine angenehme Kombination – nach Stunden im Sattel oder auf den Wegen trifft man hier auf ein Team, das versteht, worauf es nach einer Tour ankommt: zügiger Service, ehrliche Küche und die Möglichkeit, in Ruhe wieder zu Kräften zu kommen. Auch für festliche Anlässe und Familienfeiern ist das Haus eingerichtet; die Räumlichkeiten und der Pavillon bieten entsprechende Rahmenbedingungen. Dass Familie Stoll selbst hinter Herd und Tresen steht, prägt den Ton des Hauses – herzlich und unkompliziert.
Anreise für Wanderer und Radfahrer
Die Schlossgaststätte Hohenberg (Hohenberg 3, 82402 Seeshaupt) lässt sich bequem in Touren rund um den See einbinden: Mehrere Wander- und Radwege führen direkt zum Haus – von entspannten Strecken bis zu sportlicheren Runden durch die Hügellandschaft. Auch eine Anreise mit der Bahn bis Seeshaupt ist möglich; die letzten Kilometer nach Hohenberg legt man zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Auf der Website der Gaststätte finden sich eigene Hinweise zu Fahrradstrecken und Wanderwegen in der Umgebung. Die Wege rund um Hohenberg eignen sich ganzjährig: Im Sommer spenden die Wälder Schatten, im Herbst färben sich die Buchen und Eichen. Für Ausflügler ist die Ausstattung durchdacht:
- E-Bike-Ladestationen, damit der Akku während der Pause wieder aufgeladen werden kann
- E-Auto-Ladestationen für Gäste, die elektrisch unterwegs sind
- barrierefreie Zugänge, die den Besuch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität erleichtern
Wer die Weiterfahrt plant, kann E-Bike oder Auto während der Einkehr aufladen und gestärkt in die nächste Etappe starten – ein praktischer Vorteil, den längst nicht jede Ausflugsgaststätte bietet. Gerade für E-Bike-Fahrer nimmt das den Druck aus der Tagesplanung: Die Reichweite muss nicht mehr exakt kalkuliert werden, wenn unterwegs ein Lade- und Rastpunkt wartet. Auch wer mit Kindern unterwegs ist, profitiert von der großzügigen Anlage: Zwischen Biergarten und Pavillon gibt es genug Raum für eine ausgiebige Pause.
Gut zu wissen für den Besuch
Die Öffnungszeiten der Schlossgaststätte können je nach Saison und Veranstaltung variieren, auch Ruhetage sind möglich. Prüfen Sie deshalb vor einer längeren Tour die aktuellen Hinweise auf der Website oder rufen Sie kurz an – so stehen Sie nach der Wanderung nicht vor verschlossener Tür. Unter der Telefonnummer 08801 626 ist das Team erreichbar; eine Reservierung empfiehlt sich vor allem am Wochenende und für größere Gruppen. Auch für Feiern und Veranstaltungen steht das Haus zur Verfügung: Wer eine Familienfeier in historischem Rahmen plant, findet hier passende Räumlichkeiten – vom Gastraum bis zum Musikpavillon.
Ob als Ziel einer kurzen Sonntagsrunde oder als verdiente Stärkung nach einer langen Tour: Ein Ausflug ans Fünfseenland bietet mehr als Aussichten allein – und mit einem traditionsreichen Einkehrziel wie der Schlossgaststätte Hohenberg wird aus der Rast ein Erlebnis. Ein kurzer Anruf genügt, dann steht der nächsten Pause am Starnberger See nichts mehr im Weg.
21.08.2026