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Urlaub im Allgäu

Die Bergsonne nicht unterschätzen! 5 Tipps für den richtigen Hautschutz im Allgäu


Warum die UV-Strahlung in den Bergen intensiver ist

Die Sonne in den Allgäuer Alpen wirkt oft trügerisch mild, besonders an kühleren Tagen. Tatsächlich nimmt die UV-Strahlung pro 1000 Höhenmeter deutlich zu. Auf dem Nebelhorn oder anderen beliebten Gipfeln der Region treffen Wanderer daher auf deutlich intensivere Sonneneinstrahlung als im Tal.
Die dünnere Atmosphäre filtert weniger schädliche Strahlen heraus. Zusätzlich reflektieren Schneefelder, Felsen und selbst Grasflächen die UV-Strahlen und verstärken deren Wirkung. Wanderer unterschätzen häufig diese doppelte Belastung.
Besonders tückisch: Kühle Temperaturen und Wind täuschen über die tatsächliche Sonnenintensität hinweg. Die Haut verbrennt unbemerkt, während man die frische Bergluft genießt. Erste Anzeichen eines Sonnenbrands zeigen sich oft erst Stunden später im Tal. Die Höhenlage verstärkt zudem die Wirkung der UVB-Strahlung, die hauptverantwortlich für Sonnenbrand ist. Selbst an bewölkten Tagen dringt ein Großteil der schädlichen Strahlung durch die Wolkendecke hindurch und erreicht die ungeschützte Haut.


Die richtige Sonnencreme für alpine Bedingungen wählen

Für Bergtouren im Allgäu benötigen Wanderer einen Sonnenschutz mit mindestens LSF 30, besser noch LSF 50. Achten Sie auf wasserfeste Produkte, die auch bei Schweiß zuverlässig schützen. Eine pflegende Sonnencreme aus Naturkosmetik bietet dabei den Vorteil, dass sie die Haut gleichzeitig mit wertvollen Inhaltsstoffen versorgt.

Gute Bergsonnencremes enthalten reichhaltige Texturen, die nicht nur schützen, sondern auch vor Austrocknung bewahren. Die trockene Höhenluft entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Produkte mit natürlichen Ölen und Pflanzenextrakten pflegen intensiv und ziehen trotzdem schnell ein.

Vermeiden Sie Sonnencremes mit chemischen Filtern, die bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen können. Mineralische Filter reflektieren die UV-Strahlen direkt an der Hautoberfläche und sind besonders hautverträglich. Achten Sie außerdem auf eine gleichmäßige Verteilung – vergessene Stellen rächen sich in der Höhe besonders schnell. Gerade Stirn, Wangenknochen und Nasenrücken sind exponierte Partien, die besonderen Schutz benötigen.


Rechtzeitig und großzügig eincremen

Das Eincremen sollte bereits eine halbe Stunde vor der Wanderung erfolgen. So kann der Sonnenschutz vollständig in die Haut einziehen und seine Wirkung entfalten. Viele Wanderer machen den Fehler, erst am Berg zur Sonnencreme zu greifen – dann ist es meist schon zu spät.

Seien Sie großzügig mit der Menge: Für einen Erwachsenen rechnet man etwa sechs Teelöffel Sonnencreme für den gesamten Körper. Besonders exponierte Stellen wie Nase, Ohren, Nacken und Handrücken benötigen extra Schutz. Auch die Lippen werden oft vergessen – hier hilft ein Pflegestift mit hohem Lichtschutzfaktor.

Denken Sie ans Nachcremen! Spätestens alle zwei Stunden sollte der Schutz erneuert werden, bei starkem Schwitzen oder nach Pausen an Bergseen sogar häufiger. Das gilt auch für wasserfeste Produkte, deren Schutzwirkung durch Abrieb und Schweiß nachlässt. Gerade bei längeren Touren über mehrere Stunden empfiehlt es sich, eine kleine Tube Sonnencreme im Rucksack mitzuführen. So lässt sich der Schutz problemlos auch auf dem Gipfel oder während einer Rast auffrischen.


Zusätzlicher Schutz durch die richtige Kleidung

Sonnencreme allein reicht in den Bergen nicht aus. Tragen Sie luftige, aber dicht gewebte Kleidung, die UV-Strahlen abhält. Moderne Funktionsshirts mit UV-Schutz bieten zusätzliche Sicherheit. Ein breitkrempiger Hut oder eine Kappe mit Nackenschutz gehören zur Grundausstattung jeder Bergtour.

Dunkle Farben schützen besser als helle, auch wenn das zunächst widersprüchlich klingt. Ein dunkles Shirt absorbiert mehr UV-Strahlung und lässt weniger zur Haut durch. Achten Sie auf lange Ärmel und Hosenbeine, besonders bei Gletschertouren oder Wanderungen über der Baumgrenze.

Vergessen Sie die Sonnenbrille nicht! Die intensive UV-Strahlung kann zu schmerzhaften Augenentzündungen führen. Wählen Sie ein Modell mit seitlichem Schutz und hoher UV-Filterung. Bei Schneefeldern oder Gletschern ist eine Gletscherbrille mit Kategorie 4 empfehlenswert. Ihre Augen werden es Ihnen nach einem langen Tag in den Allgäuer Bergen danken. Auch ein Multifunktionstuch oder Buff kann zusätzlichen Schutz für Hals und Gesicht bieten, besonders wenn die Sonne im Laufe des Tages ihre Position ändert.


Die besten Zeiten für Bergtouren im Sommer

Planen Sie Ihre Wanderungen in den Allgäuer Alpen möglichst früh am Morgen oder am späten Nachmittag. Die UV-Strahlung erreicht zur Mittagszeit ihren Höhepunkt. In dieser Zeit sollten schattige Wege bevorzugt oder eine ausgedehnte Mittagspause in einer Hütte eingelegt werden.

Frühe Startzeiten haben weitere Vorteile: Die Temperaturen sind angenehmer, die Wege weniger überlaufen und die Fernsicht oft klarer. Viele erfahrene Bergsteiger brechen bereits bei Sonnenaufgang auf und genießen die morgendliche Stille der Allgäuer Bergwelt. Die kühleren Morgenstunden ermöglichen zudem ein komfortableres Wandern ohne übermäßiges Schwitzen.

Nutzen Sie bewölkte Tage nicht als Ausrede für mangelnden Sonnenschutz. Ein Großteil der UV-Strahlung durchdringt die Wolkendecke. Gerade diffuses Licht führt oft zu Sonnenbrand, weil die Gefahr unterschätzt wird. Ein konsequenter Hautschutz gehört bei jeder Bergtour dazu, unabhängig von der Wetterlage. Selbst Nebel filtert die schädliche Strahlung nicht vollständig heraus, sodass auch bei trübem Wetter Vorsicht geboten ist.



07.06.2026
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