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Das Allgäu

Kleines Allgäu-Lexikon

Dieses kleine Lexikon bietet einen Überblick über einige Begriffe aus dem Allgäu zu verschiedenen Themen:

 

Alpe:
Bezeichnet Bergweiden inklusive entsprechender Unterkunft für Hirten und Vieh (Inkl. Alphütte mit Ställen).

 

Bärbele Treiben:
Beim alten Brauch des "Bärbele Treibens" haben ausschließlich die Frauen das Sagen. Die als alte "Weiber" verkleideten Frauen ziehen am 4. Dezember - am "Barbara's Tag" - mit ihren Weidenruten durch die vorweihnachtlichen Straßen, um den einen oder anderen Rutenhieb zu verteilen und Kinder mit Äpfeln und Nüssen zu beschenken. Dieser heidnische Brauch hat den ursprünglichen Sinn, böse Geister und Dämonen zu vertreiben.
Weitere Informationen gibt es
hier (externe Seite)

Fasching

Fasching / Fasnacht:
Zwar ist das Allgäu keine Faschingshochburg, dennoch wird auch im Allgäu der Fasching kräftig gefeiert.
An den wichtigsten Faschingstagen und den Wochen zuvor finden zahlreiche Bälle und auch einige Umzüge statt.
In den meisten Fällen werden diese von  den verschiedenen Allgäuer Faschingsvereinen und Narrenzünften  organisiert.
Vor allem im westlichen Allgäu ist die Schwäbisch-Alemannische Fasnacht anzutreffen.
Darin lebt die mittelalterliche Form der Fasnacht bis heute weiter. Diese beginnt erst am Dreikönigstag (6.  Januar) des jeweiligen Jahres. Häufig sind hier noch alte Holzmasken  anzutreffen. Auch das Kostüm (“Häs”€) wird nicht jährlich gewechselt,  sondern die Besitzer tragen es üblicherweise ein ganzes Leben lang  während der Faschingstage.
Weitere Informationen zum Fasching im Allgäu finden Sie
hier.

 

Galtalpe:
Alpe, auf der nur Galtvieh (Vieh, das noch keine Milch gibt) gehalten wird.

 

Galtvieh:
Vieh, das (noch) keine Milch gibt.

 

Hörnerschlitten:
Der Hörnerschlitten ist ein spezieller Schlitten und war ursprünglich ein Arbeitsgerät (winterliches Fuhrwerk) der Bergbauern, die damit ihr Heu von abgelegenen Alphütten ins Tal transportierten oder geschlagenes Holz zum Hof beförderten. Heute werden die Hörnerschlitten jedoch meist nur noch für sportliche Wettbewerbe und als Dekoration verwendet.
Im Allgäu werden die Hörnerschlitten auch als “Schalenggen” bezeichnet.
Angebote zum Thema Hörnerschlitten finden Sie
hier.

 

Klausentreiben:
Die in Felle gehüllten, rutenschwingenden und ziemlich furchterregend aussehenden Rumpelklausen ziehen am Abend des 5. und 6. Dezembers durch die Gassen des Allgäus. Dieser heidnische Brauch hat den ursprünglichen Sinn, böse Geister und Dämonen zu vertreiben.
Weitere Informationen gibt es
hier (externe Seite)

Kranzrind

Kranzrind:
Festlich geschmücktes Rind, das die Herde beim Alpabtrieb anführt, wenn während des Sommers keine Viehverluste zu beklagen waren.

 

Liebesmaien:
Dieser Brauch ist nur im nördlichsten Raum des Allgäus verbreitet.
Von hier bis nach Ulm herunter ist es üblich, dass männliche Jugendliche und junge Männer am Haus ihrer Freundin oder Angebeteten einen Baum anbringen. Üblich sind vor allem mit buntem Krepp-Papier geschmückte Birken. Auch ein so genanntes Maiherz wird an den Baum angebracht. In diesem Herz, welches aus Holz oder festem Karton besteht, wird der Name der Angebeteten eingraviert und in der Regel auch ein Spruch als Liebesbeweis mit aufgeschrieben. Der Maibaum bleibt einen Monat über, bis zum ersten Juni stehen. Dann holt derjenige den Maibaum ab, der ihn gestellt hat. Üblicherweise wird dies, wenn die Frau ihn mag, mit einer Einladung zum Essen, oder ansonsten mit einem Kasten Bier belohnt. Das Gegenstück zum Maibaum, dem „Gunstbeweis“, ist der so genannte „Schandmaien“, die eine bös gemeinte Heimzahlung darstellt.

Maibaum-Ottobeuren

Maibaum:
Der geschmückte Maibaum wird im Allgäu meist am Vorabend des 1. Mai feierlich aufgestellt.
Je nach Region bleibt der Maibaum nur den Mai über oder bis zu einem ganzen Jahr stehen.
Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie
hier (externe Seite)

 

Mischalpe:
Alpe, auf der neben Kühen und Jungvieh zum Teil auch Tiere anderer Arten (z.B. Ziegen, Schafe, Pferde usw.) gehalten werden.

Osterbrunnen

Osterbrunnen:
Jedes Jahr werden zu Ostern in vielen Allgäuer Orten die Dorfbrunnen geschmückt.  Ursprünglich kommt dieser Brauch des Osterbrunnens aus dem Fränkischen  und man vermutet, dass er bis ins 19. Jahrhundert zurückgeht. In  Gegenden mit Wasserarmut wurden Brunnen und Quellen als unentbehrliche  Lebensgrundlage geschätzt und deshalb geschmückt. Dazu waren die  Dorfbrunnen schon immer ein Treffpunkt für die Einwohner um einen Hoigata zu halten.
Geschmückt wird der Brunnen nicht nur mit bunten Eiern und Blumen, sondern auch  mit immergrünem Buchs, der ewiges Leben symbolisiert. Hinzu kommen  Palmkätzchen, die Gesundheit bedeuten, und die Stechpalme, die Freude  verkörpert.

 

Schalenggen:
siehe Hörnerschlitten

 

Scheidplatz:
Platz, auf dem die Herden nach dem Alpabtrieb wieder getrennt und an ihre Besitzer zurückgegeben werden.

Schellen

Schellen:
Große, aus Schwarzblech gefertigte Kuhglocken, die speziell für den Viehscheid angelegt werden

 

Schumpen:
Weibliches Jungvieh (Rind)

 

Senn:
Neben der Viehbetreuung und dem Melken widmet sich der Senn auf der Alpe auch dem so genannten “Käsen”.

 

Tobel:
Enge, meist bewaldete Schlucht, die meist von einem Bach durchflossen wird.

Viehscheid

Viehscheid:
Das Vieh, das den Sommer auf der Alpe verbracht hat, wird beim Viehscheid zu Tal getrieben, um es anschließend auf dem so genannten Scheidplatz in die Verantwortung der Eigentümer “zurückzuscheiden”. Der Hirte kennt sein Vieh und ruft den Bauern aus, dem dieses Stück Vieh gehört. Er scheidet (trennt) das Vieh aus.
Hier geht’s zur Seite mit den aktuellen Viehscheid-Terminen.

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